Sapkowski, Andrzej – Der letzte Wunsch

Allgemeine Informationen

Autor: Andrzej Sapkowski
Verlag: dtv
Seiten: 384

Inhalt

Der Hexer Geralt von Riva verdient sein Geld mit Kämpfen gegen Ungeheuer aller Art. Über einen Mangel an Aufträgen kann er sich nicht beklagen, denn es gibt genügend Leute, die dringend Hilfe gegen Vampire, Drachen und andere dämonische Wesen brauchen. Als Geralt eines Tages einen Luftgeist befreit, schlägt ihn dieser mit der verhängnisvollen und quälenden Liebe zu der schönen Zauberin Yennefer. Und dann wird Geralts bester Freund schwer verletzt und braucht seine Hilfe…

Meine Meinung

Am 19. Mai letzen Jahres (2015) wurde das Spiel „The Witcher 3“ für die PS4 veröffentlicht. Genau ab diesem Zeitpunkt las ich eine Weile so gut wie gar nichts. Zufall? Wohl eher nicht. Unzählige Spielstunden flossen in das Spiel und noch heute tauche ich immer wieder mal gerne in die Welt des Witchers ein. Nun habe ich es endlich geschafft auch den ersten Teil der Hexer Geralt-Saga zu lesen.

„Der letzte Wunsch“ von Andrzej Sapkowski ist kein komplett zusammenhängender Roman, sondern Kurzgeschichten, welche aber dennoch einen übergeordneten Zusammenhang haben.

Der Hauptprotagonist Geralt ist ein Hexer, eine Art Mutant, ausgebildet zum Töten von Vampiren, Werwölfen und anderen Ungeheuern, wobei nicht immer das Monster das eigentliche Problem darstellt und sich manchmal sogar als ganz freundlich entpuppt. In jeder der Kurzgeschichten muss sich Geralt einem Problem stellen, was meistens ziemlich actionreich endet.

Wer das bzw. die Spiele kennt, wird auf alte Bekannte, wie etwa Yennefer oder Rittersporn treffen. Ich persönlich hätte mir noch gewünscht, dass Geralt auf Zoltan trifft, da ich den Zwerg im Spiel einfach genial fand, aber vielleicht ergibt sich dies ja in einem anderen Teil der Serie. Außerdem hatte ich während des Lesens ständig die Karte im Kopf, im Buch selbst ist allerdings leider keine enthalten, und konnte mir die Welt wunderbar vorstellen. Leser die das Spiel nicht kennen, können sich eventuell nicht alles ganz so gut vorstellen, da meiner Meinung nach die Beschreibungen manchmal etwas mager ausfallen.

Der Autor Andrzej Sapkowski hat einen sehr guten, teilweise etwas dunklen Humor, welchen man entweder mag oder nicht. Mir gefällt diese Art von Humor im Roman sehr gut. Außerdem gibt es einige Seitenhiebe auf bekannte Märchen und auch typische Fantasy-Klischees finden ihren Platz. Der Schreibstil des Autors ist sehr flüssig und eher umgangssprachlich, was aber sehr gut zur Atmosphäre der brutalen Welt beiträgt. Der Hexer Geralt ist eher ein Antiheld, welcher nicht immer „moralisch korrekt“ handelt aber mit seiner ganz persönlichen Art von Humor mir dennoch sehr sympatisch ist.

Ich wusste zwar schon im Vorhinein, dass der Roman aus mehreren kurzen Geschichten besteht, allerdings wäre es mir trotzdem lieber gewesen, wenn es eine durchgehende Story wäre, da mir das einfach besser gefällt.

Fazit

„Der letzte Wunsch“ von Andrzej Sapkowski ist ein spannender Roman, mit vielen Seitenhiebe auf bekannte Märchen und lädt zum Eintauchen in die wunderbare Welt des Witchers ein. Dennoch hätte mir ein komplett zusammenhängender Roman besser gefallen. Daher vergebe ich 4 von 5 Sternen.

Die Hexer Geralt-Saga

  1. Der letzte Wunsch
  2. Das Schwert der Vorsehung
  3. Das Erbe der Elfen
  4. Die Zeit der Verachtung
  5. Feuertaufe
  6. Der Schwalbenturm
  7. Die Dame vom See

 

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