King, Stephen – Carrie

Allgemeine Informationen

Autor: Stephen King
Verlag: Bastei Lübbe
Seiten: 320

Inhalt

Carrie war schon immer anders. Wegen ihrer unbeholfenen Art ist sie in der Schule eine Außenseiterin und wird gnadenlos gehänselt. Zu Hause leidet sie unter dem religiösen Fanatismus ihrer Mutter. Nur ein einziges Mal fühlt sich Carrie so wie alle anderen Mädchen: Als sie zum Schulball eingeladen wird. Doch der Abend endet nach einem grausamen Streich in einer Katastrophe. Denn Carrie ist beseelt von einer unheimlichen Gabe. Einer Gabe, die sie ein Inferno entfesseln lässt, gegen das die Hölle wie ein lieblicher Garten Eden aussieht…

Meine Meinung

„Carrie“ wird als Erstlingswerk vom heutigen Meister des Horrors beworben, wobei dies allerdings nicht ganz stimmt. Der Roman war nur der erste, der veröffentlicht wurde. Vor „Carrie“ entstanden unter anderem die Werke „Todesmarsch“, „Menschenjagd“ und „Amok“, welche später unter dem Pseudonym „Richard Bachman“ veröffentlicht wurden.

Obwohl „Carrie“ schon ein eher älteres Buch ist, ist das Thema noch immer sehr aktuell. Der Leser trifft in der Story auf ein 16-Jähriges Mädchen, dass sich anders als ihre Mitschüler verhält, eher verschlossen ist und sich nicht so modern kleidet. Dadurch wird sie von den anderen gnaden- und skrupellos gehänselt bzw heutzutage würden wir schlichtweg sagen, dass sie sehr übel gemobbt wird. Zusätzlich hat Carrie eine fanatisch religiöse Mutter, die ihr in ihrer Situation nicht gerade behilflich ist, sondern alles nur verschlimmert.

Stephen King schafft es, dass er die Hänseleien sehr grausam und dennoch glaubwürdig beschreibt. Ich hatte beim Lesen immer wieder das Gefühl, dass sich die Gemeinheiten wirklich in einer Schule abspielen könnten. Auch die Gefühlslage von der verstörten Carrie beschreibt der Autor in diesen Situationen sehr real.

Die Story wird von wiederkehrenden, verschiedenen Sichten erzählt. Zusätzlich gibt es zwischendurch immer wieder einen Bericht aus einer Fachzeitschrift oder einem Polizeiverhör zu den vergangenen Ereignissen. Dabei erhält der Leser eigentlich ziemlich früh Informationen, mit denen man auf das Ende ungefähr schließen kann. Dennoch empfand ich „Carrie“ als durchwegs spannend.

Was mich aber manchmal etwas gestört hat, war der Schreibstil von Stephen King. Wie in manch anderen (älteren) Werken schreibt er sehr viel, mitten im Satz, in Klammern und ich wusste dadurch öfters nicht mehr, wie der Satz eigentlich angefangen hat.

Fazit

„Carrie“ ist für mich ein durchwegs spannender Roman, mit einem noch immer aktuellen Thema. Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

5 von 5 Sterne

Advertisements

Ein Gedanke zu “King, Stephen – Carrie

  1. Ich habe schon viel von Stephen King gelesen und bin ganz deiner Meinung – das Buch ist total glaubwürdig, auch wenn es z.T. auch um übernatürliche Kräfte geht.
    Allerdings hat mich das mit den „Zwischenkommentaren“ mitten im Satz nicht allzu sehr gestört, es gibt Bücher, da macht er das noch extremer und wenn man sich eingelesen hat, kommt man damit auch klar, finde ich :-)

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s