Gordon, Noah – Der Medicus

Allgemeine Informationen

Autor: Noah Gordon
Verlag: Heyne
Seiten: 848

Inhalt

London im 11. Jahrhundert. Nach dem Tod seiner Mutter findet der neunjährige Waise Rob Cole Schutz bei einem Bader und wird sein gelehriger Schüler, bis er eines Tages nach Persien aufbricht, denn dort, im fernen Isfahan, lehrt Ibn Sina Avicenna, der berühmteste aller Ärzte. Rob trotzt mutig den Gefahren seiner weiten Reise, Hunger, Pest und den Überfällen religiöser Fanatiker. Unbeirrt folgt er seiner Berufung als Arzt und Heiler.

 

Meine Meinung

Ich habe bisher noch nie (freiwillig) einen historischen Roman gelesen und habe daher auch keine Vergleichswerte. Eigentlich entspricht dies nicht meinem Genre, aber ich wollte das Buch vor dem Film lesen. Daher war ich auch sehr gespannt, wie mir dieses Buch gefallen würde, doch ich wurde positiv überrascht.

Als erstes sei zu erwähnen, dass der Roman keinen richtigen Spannungsbogen, wie zum Beispiel ein Thriller, aufweist. Allerdings beweist hier Noah Gordon seinen ausgezeichneten Schreibstil, denn ich empfand das Buch an keiner Stelle als langweilig.

Der Autor beschreibt die Personen und Orte sehr bildlich und erzeugt eine wunderbare Atmosphäre und ich konnte mich sehr gut in die damalige Zeit und deren Verhältnisse zurückversetzen.

Doch der Roman geht weit über die simple Geschichte von Rob, welcher unbedingt Medicus werden will, hinaus. So erfährt man sehr viel über die damaligen religiösen Verhältnisse, vor allem auch wie schwer es Juden hatten (haben). Auch die religiösen Auswirkungen auf die Medizin fand ich sehr interessant. Früher durften selbst Ärzte keine Leichen aufschneiden und sich die Anatomie des Menschen ansehen, da dies nicht den religiösen Ansichten entsprach und hoch bestraft wurde. Einige Methoden, wie sich die damaligen Gelehrten doch etwas von diesem Wissen aneignen konnten, erfährt der Leser im Roman.

Erwähnenswert wäre vielleicht noch, dass Noah Gordon extra darauf hinweist, dass nur die beiden Figuren Ibn Sina und al-Juzjani historisch belegt sind und der Autor bei mangelnden Informationen seiner Fantasie freien Lauf ließ. Daher ist „Der Medicus“ streng genommen ein fiktionaler und kein echter historischer Text.

Fazit

„Der Medicus“ von Noah Gordon hat mir sehr gut gefallen. Es gab keine Stelle an der ich mich gelangweilt fühlte und der Roman ist sehr flüssig zu lesen. Außerdem fand ich die Thematik des Werkes sehr interessant und die religiösen Konflikte sind auch heutzutage noch aktuell. Das Buch bekommt von mir 5 von 5 Sterne.

5 von 5 Sterne

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